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Infobrief Nr. 7/8 Juli/August 2025
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Inhaltsverzeichnis
- Abschied in die Sommerpause
- Dokumentation der Bundesfachtagung "Kinder brauchen Fürsprecher - Vom Recht zur Praxis. Ein anspruchsvoller Weg"
- Umfrage zu Sorgerechtsvollmachten
- Jetzt verfügbar: Videoaufzeichnung "Vormundschaftspraxis neu denken" auf dem DJHT im Mai 2025
- Kommende Fortbildungen des Bundesforums
- Visitenkarte einer Vormundin mal anders
- Bundesverband behinderte Pflegekinder: Beteiligungsprozess inklusive Jugendhilfe
- Rechtliche Informationen
- Gesetz zur Aussetzung des Familiennachzugs
- OLG Hamm: Kein Umgangsausschluss bei 16Jährigem
- Aktuelle DIJuF-Rechtsgutachten
- Aufsätze
- Publikationen
- Qualitätsstandards der Vormundschaft, NRW
- SGB VIII - ein Bilderbuch
- Website: Mist - eine Frist: Aufklärung über Rechtsansprüche
- Informationen zu Strukturen der Ombudschaft
- Veranstaltungen
- Deutscher Familiengerichtstag im September
- Kinderschutzforum im September
- Digitale Tagung zur Umsetzung des § 4a SGB VIII im September
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Abschied in die Sommerpause
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Liebe Leser:innen und Leser,
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mit dieser Ausgabe des Infobriefs für Juli und August 2025 verabschieden wir uns in die Sommerpause. Wir freuen uns darauf nach einer großen, erfolgreichen Bundesfachtagung und wünschen auch Ihnen eine schöne Sommerzeit und viel Erholung.
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Zugleich freuen wir uns schon auf den Herbst mit spannenden Herausforderungen: Unser Projekt ZuKeV zur Zusammenarbeit von Behörde und Ehrenamtlichkeit gewinnt Konturen, wir werden weiter daran arbeiten, gesetzliche Grundlagen für Veränderungen bei den Fallzahlen in der Amtsvormundschaft, der Vormundschaftsstatistik und bei der ungenügend geregelten örtlichen Zuständigkeit der Amtsvormundschaft zu erreichen. Auch das Fortbildungsprogramm wollen wir weiter entwickeln und schicken dazu im Herbst wieder eine Umfrage. Wir bedanken uns bei dieser Gelegenheit für Ihre stetige Mitarbeit an unseren Umfragen.
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Was zu sagen bleibt: Die Zeiten werden gerade nicht einfacher. Die Kinder und Jugendlichen brauchen es umso mehr, dass wir und Sie "dran bleiben". Stärken wir uns also gegenseitig, sprechen uns Mut zu und sorgen auch gut für uns selbst! Das ist die Grundlage für eine gute Arbeit mit Kindern und Jugendlichen.
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Dokumentation der Bundesfachtagung Vormundschaft vom Juni 2025
Die Bundesfachtagung war mit 250 Teilnehmenden ein großer Erfolg. Eine wirklich schöne Dokumentation finden Sie nun auf unserer Website - sie wird noch laufend ergänzt. Eröffnet wurden die Vorträge der Tagung von Dr. Katharina Ronstedt, Careleaver e.V. und Chefärztin der Kinderradiologie in Kassel, die in ihrem Beitrag radikal die Perspektive der betroffenen Kinder und Jugendlichen in den Vordergrund stellte und damit großen Eindruck hinterließ! Ein anschließendes Podiumsgespräch mit einer jungen Frau, die über Erfahrungen mit der Vormundschaft berichtete, einer Jugendamtsleitung, einer Familienrichterin, dem Geschäftsführer der Internationalen Gesellschaft für erzieherische Hilfen, der mit Blick auf stationäre Einrichtungen sprach und zwei Vormundinnen, machte deutlich, wie sehr die Vormundschaft in ein Kooperationsnetzwerk eingebunden ist - die Diskussion soll demnächst auch als Video auf unserer Website zur Verfügung stehen. Henriette Katzenstein, Vorsitzende des Bundesforums, sprach über die Potenziale der Vormundschaft, die eine große Bereicherung für die Kinder, aber auch für die Kinder- und Jugendhilfe mit sich bringen können. Dr. Thomas Meysen, SOCLES, erläuterte die Bedeutung von Inklusion für die Vormundschaft. Katharina Lohse, DIJuF, hielt einen Vortrag zur Umgangsbestimmung, in dem sie viele Verweise auf Rechtsprechung finden, die Sie in künftigen Überlegungen und am Familiengericht gut nutzen können. Prof. Dr. Michaela Berghaus rundete das Programm mit einem Vortrag zum Thema "Kinderrechtsbasierte Vormundschaft - Traum oder ereichbares Ziel?" im Plenum am zweiten Tag ab. Darüber hinaus gab es bei der Tagung viele Arbeitsgruppen, Foren sowie Pausen, die die Möglichkeit zur Vernetzung boten. Auch dazu finden Sie in der Dokumentation viele Informationen sowie Fotos von der Tagung. Hinweise auf weiterführende Materialien sind ebenfalls online und werden in Kürze noch weiter ergänzt.
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Umfrage zu Sorgerechtsvollmachten
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Immer wieder kommt die Frage auf, ob und in welchen Konstellationen Sorgerechtsvollmachten erteilt werden können und sollen. Im September wird sich der Deutsche Familiengerichtstag (DFGT) in einer ganztägigen Arbeitsgruppe mit dieser Frage beschäftigen.
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Damit die Diskussion die gelebte Praxis einbeziehen kann, bitten wir Sie mit dieser Umfrage um einige Hinweise zum Thema. Über die Ergebnisse der Umfrage sowie der Arbeitsgruppe im September werden wir berichten.
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Weitere Informationen zum DFGT finden Sie hier; ebenso gelangen sie von dort auch zur Anmeldung.
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Jetzt verfügbar: Videoaufzeichnung "Vormundschaftspraxis neu denken" auf dem DJHT im Mai 2025
Das Forum "Vormundschaftspraxis neu denken" auf dem Deutschen Jugendhilfetag im Mai im Leipzig kam außerordentlich gut an. Das war sicherlich auch den verschiedenen Perspektiven geschuldet: Insgesamt vier Vertreter:innen des Careleaver-Vereins bzw. Careleaver mit Erfahrungen in der Vormundschaft waren vertreten und nahmen Stellung zur Vormundschaft, in der Rolle der Moderatorinnen, als Berichterstatterin und mit einem Abschlusswort. Außerdem sprachen ein Einrichtungsleiter, eine Pflegemutter, eine Amtsvormundin und ein ehrenamtlicher Vormund zu ihren jeweiligen Perspektiven auf Vormundschaft. Den kurzen, aber sehr prägnanten Einleitungsvortrag hielt Prof. Dr. Wolfgang Schröer. Die anderthalbstündige Veranstaltung wurde in einem Video aufgezeichnet. Schauen Sie gerne herein.
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Visitenkarte einer Vormundin - mal anders
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Das Bundesforum veröffentlicht immer wieder Beispiele für gute Praxis auf seiner Website - etwa Kooperationsvereinbarungen oder Konzeptionen der Vormundschaft. Und diesmal? Eine Visitenkarte!
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Diese wurde uns von Natalie Gehrling, Amtsvormundin in Lingen zur Verfügung gestellt. Sie berichtete, die Visitenkarte trage dazu bei, dass Kinder und Jugendliche die Rolle der Vormundin viel besser verständen. Und sie habe schon erlebt, dass junge Menschen sich ihr - auf die Karte hin - tatsächlich mit sehr negativen Erlebnissen geöffnet hätten. So kann ein deutlicher Hinweis auf die parteiliche Rolle der Vormundin auf einer gut gestalteten Visitenkarte zum Schutz von Kindern beitragen.
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Bundesverband behinderte Pflegekinder: Beteiligungsprozess inklusive Jugendhilfe:
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Der Bundesverband behinderter Pflegekinder ist als Selbsthilfe-Organisation von Pflegeeltern behinderter Kinder und Jugendlicher entstanden und arbeitet kontinuierlich an einer Verbesserung der Bedingungen für Pflegekinder mit Einschränkungen und Behinderungen. Dazu gehört auch die Formulierung von Anforderungen an eine Vormundschaft, die der Situation behinderter Pflegekinder fachlich und rechtlich kompetent begegnen kann.
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Der Verband hat sich nun zum Ziel gesetzt Empfehlungen zu Leistungs- und Qualitätsstandards in der inklusiven Pflegekinderhilfe aus Sicht einer Selbstvertretung zu formulieren. Die Situation von Eltern und Pflegeeltern behinderter Kinder sei von Besonderheiten geprägt. Um diese zu beschreiben - und zwar in einer Sprache, die auch den Kindern, Eltern und Pflegeeltern zugänglich ist - wurde ein Beteiligungsprozess gestartet, in dem bis zum Jahresende Themen und Positionierungen erarbeitet werden. Das Bundesforum ist an dem Prozess beratend in einer Fokusgruppe beteiligt.
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Fortbildungen des Bundesforums im Herbst
Neu: Berufsvormund und Familiengericht - Pflichten, Rechte, Vergütung
26.09.25 | von 9:00 bis 12.30 Uhr Info und Anmeldung: online
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Das Seminar behandelt die Zusammenarbeit der Berufsvormund:innen mit den Familiengerichten mit Blick auf die alltägliche Praxis und die aktuelle Rechtsprechung. Der weitere Schwerpunkt liegt beim Vergütungsrecht.
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Was ist bei Schulungs- und Qualifizierungsangeboten für ehrenamtliche Vormunde zu bedenken? Vertiefung
18.09. | 25.09. | 02.10.| jeweils 09:30 bis 12:00 Uhr Info und Anmeldung: online. Hinweis: Diese fünfte Wiederholung des Seminars findet ab 12 Teilnehmenden statt. Das Seminar mit drei Modulen behandelt fundiert, wie Ehrenamtliche sinnvoll auf ihr Amt als Vormund:in sowie auf eine gelingende Zusammenarbeit mit dem Kind/Jugendlichen – und mit der Behörde Jugendamt – vorbereitet werden können.
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Beteiligung: Gelingende Kommunikation mit Jugendlichen!
1.10.25 | 08.10.25 | jeweils 9:00 Uhr bis 12 Uhr
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Beteiligung ist momentan zentrales Thema in der Kinder- und Jugendhilfe. Allerorten werden kindgerechte Materialien entwickelt. Entscheidend für Beteiligung aber bleibt: Komme ich mit den Jugendlichen ins Gespräch? Erfahre ich, was sie wirklich bewegt? Die erfahrene Therapeutin Nicole Irion, die mit Jugendlichen arbeitet, gibt eine Einführung und bezieht die Erfahrungen der Teilnehmenden ein.
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Neu: Vermögenssorge und Erbrecht für Vormund:innen - zwei Module
5.11.25 | 07.11.25 | jeweils 9:00 Uhr bis 12.30 Uhr Info und Anmeldung: online. Hinweis: Nur noch wenige Plätze.
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Vormund:innen sind in Einzelfällen immer wieder mit Fragen der Vermögenssorge befasst, nicht selten beim Eintritt einer Erbschaft. Die Fortbildung bietet eine fundierte Einführung in das Thema.
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Soziale Entschädigung beantragen (SGB XIV)
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21.11.25 | von 9:30 Uhr bis 13.00 Uhr
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Volker Henneicke, Abteilungsleiter im Jugendamt Magdeburg, führt in das neue soziale Entschädigungsrecht (SER) nach SGB XIV ein.
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Er erläutert Anspruchsvoraussetzungen und mögliche Leistungen. Besonders wichtig für die Kinder- und Jugendhilfe ist die Ausweitung der Anspruchsberechtigung auf Personen, die durch psychische Gewalt und erhebliche Vernachlässigung geschädigt wurden. Das neue Recht bietet zudem eine Fülle von differenzierten Möglichkeiten – vom Fallmanagement über den Zugang zu kurzfristiger Unterstützung nach traumatisierenden Ereignissen sowie zu weiteren Hilfen und finanziellen Leistungen.
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Jugendamt und ehrenamtliche Vormundschaft -
Einführung
02.12. | 09.12. | 16.12.| jeweils 09:30 bis 12:00 Uhr Info und Anmeldung: online. Hinweis: Diese sechste Wiederholung des Seminars findet ab 12 Teilnehmenden statt. Das Seminar richtet sich in drei Modulen an Jugendämter und Vereine, die eine Zusammenarbeit mit ehrenamtlicher Vormundschaft aufbauen oder noch aufbauen wollen.
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Rechtliche Informationen
Gesetz zur Aussetzung des Familiennachzugs zu subsidiär Schutzberechtigten
Das Gesetz ist am 24. Juli in Kraft getreten und setzt den Nachzug von Angehörigen zu subsidiär Schutzberechtigten für zwei Jahre aus. Härtefallregelungen bleiben nach §§ 22 und 23 AufenthG möglich. Auf der Website des Auswärtigen Amtes finden sich Antworten auf häufig gestellte Fragen (FAQs) dazu.
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Rechtsprechung:
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OLG Hamm, 04.07.2025 - 6 UF 83/23
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Sorgerechtsentzug bestätigt, aber kein Umgangsausschluss bei 16-Jährigem trotz massiver Manipulation durch Vater und Großmutter
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Das OLG Hamm hat den Sorgerechtsentzug und damit die Aufrechterhaltung der Vormundschaft für einen 16-Jährigen mit erheblich auffälligem aggressiven und sexualisiertem Verhalten bestätigt. Dabei hat das Gericht auch den Willen des Jugendlichen gewürdigt, dessen Ziel es sei, ein selbstständiges und vom Vater unabhängiges Leben zu führen, obwohl er bislang noch in Loyalitätskonflikten verhaftet sei.
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Zugleich hat das Gericht auf die Beschwerde des Vaters und der Großmutter hin einen Umgangsausschluss aufgehoben, der zuvor wegen massiver Manipulation des 16-Jährigen durch die beiden ergangen war. Zur Begründung wurde ausgeführt, dass ein "Umgangsausschluss und Kontaktverbot keinen Sinn mehr mache, da man einem fast 16-Jährigen den Kontakt mit seiner Familie nicht verbieten könne, wenn er diesen wünsche, auch wenn der Wille selbstgefährdend sei" (Rn 34). Auch eine gerichtliche Umgangsregelung sei nicht erforderlich und sinnvoll, da eine starre Umgangsregelung nicht umsetzbar sei und der Umgang sich flexibel nach den Bedürfnissen des Jugendlichen richten müsse.
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Der Beschluss zeigt einmal mehr, dass die Familiengerichte zunehmend stärker das Kind bzw. hier den Jugendlichen und dessen Willen sowie auch die Grenzen der Steuerungsmöglichkeiten der Kinder- und Jugendhilfe einbeziehen.
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Aufsätze:
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Annahme der Vollmacht eines ehrenamtlich tätigen Vormunds oder Pflegers als Unterstützung nach § 53a Abs. 1, Abs. 4 SGB VIII. Birgit Hoffmann, FamRZ 2025, Heft 15
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Der Aufsatz erscheint am 1.8. und setzt sich damit auseinander, ob es zulässig und sinnvoll ist, dass Jugendämter Sorgerechtsvollmachten von ehrenamtlichen Vormund:innen im Rahmen des Beratungs- und Unterstützungsauftrags nach § 53a SGB VIII annehmen.
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Neue Aufbewahrungsfristen für Jugendämter: der neue § 9b SGB VIII, Guy Walther, JAmt 2025, 281.
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Der Aufsatz erläutert die neue Vorschrift des § 9b SGB VIII, der bei Vorliegen eines berechtigten Interesses umfassende Akteneinsichtsrechte für Betroffene und eine Aufbewahrungsfrist von 70 Jahren nach dem Erreichen des 30. Lebensjahrs für Erziehungshilfe-, Eingliederungshilfe-, Heim- und Vormundschaftsakten festlegt. Der Aufsatz befasst sich mit dem Gegenstand und der Form der Akteneinsicht sowie mit den Aufbewahrungsfristen und der Organisation der Aufbewahrung der Akten.
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Unterbringung von Kindern und Jugendlichen im EU-Ausland durch deutsche Jugendämter, Stefan Schlauß, JAmt 2025, 288.
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Nach wie vor werden von deutschen Jugendämtern Auslandsmaßnahmen als Hilfe zur Erziehung genutzt. 2024 wurden über das Bundesamt für Justiz 180 Anträge auf grenzüberschreitende Unterbringung gestellt. Der Aufsatz erläutert das - je nach Ausland - komplexe Verfahren der Zustimmung und seine Grenzen etwa bei touristischen Reisen mit Pflegeeltern.
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Aktuelle DIJuF Rechtsgutachten
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Folgende aktuelle Rechtsgutachten des DIJuF sind für Vormund:innen von Interesse:
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Neuregelung der Sozialen Entschädigung. Auswirkungen im Verhältnis zur Kinder- und Jugendhilfe, DIJuF-RGA 20.11.2024, JAmt 2025, 312.
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Das Rechtsgutachten beantwortet mehrere Fragen eines Jugendamts u.a. zu Übergangsregelungen bzgl. des vormaligen Opferentschädigungs-gesetzes zum Sozialen Entschädigungsrecht nach SGB XIV, zur Inanspruchnahme von Traumaambulanzen, zum Umfang des Begriffs der "erheblichen Vernachlässigung" sowie zum Verhältnis von Leistungsansprüchen nach SGB XIV und SGB VIII.
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Publikationen
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Immer noch lesenswert - hörenswert - sehenswert
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Das Bundesforum macht an dieser Stelle auf Materialien für die Vormundschaft und ihre Kooperationspartner:innen aufmerksam, die in den letzten Jahren entstanden sind. Denn oft geraten diese nach Erscheinen zu schnell aus dem Blick und gerade Berufseinsteiger:innen erfahren nur durch Zufall davon.
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- Kostenfreie Flyervorlage: Kinder und Jugendliche als Vormund begleiten - ein Ehrenamt für Sie? Bundesforum 2023
Jugendämter und Vereine, die dafür werben möchten, dass Ehrenamtliche Vormundschaften übernehmen, können auf diese vom Bundesforum entwickelte Vorlage kostenfrei zugreifen. Der Flyer steht als Online- und Druckvorlage zur Verfügung. Jugendämter bzw. Koordinierungsstellen oder Vereine, die ihn verwenden wollen, können ihre eigenen Daten auf der Rückseite eindrucken. Alle für die Bearbeitung und den Druck notwendigen Daten finden Sie hier.
- FAQ: Ergänzungspflegschaft im Strafverfahren - Fragen und Antworten
Da es immer wieder großen Bedarf an Informationen und Fortbildung zur Ergänzungspflegschaft im Strafverfahren gab, hatte sich das Bundesforum entschlossen, mit den Referentinnen unserer Fortbildung zum Thema, Petra Ladenburger und Martina Lörsch, Antworten auf häufig gestellte Fragen zu erarbeiten, die auch nach einer Fortbildung als Nachschlagewerk und Unterstützung im Strafverfahren genutzt werden können. Die Expertise ist auf der Website unter Publikationen > Expertisen veröffentlicht.
Die Qualitätsentwicklung ist in allen Bereichen der Kinder- und Jugendhilfe ein wichtiges Thema - auch in der Vormundschaft. Auch der überregionale Arbeitskreis der Amtsvormünder in NRW arbeitet intensiv daran. "Mehr als zehn Jahre Erfahrungen mit der sog. Kleinen Vormundschaftsreform und die jüngste Reform des Vormundschafts- und Betreuungsrechts haben den überregionalen Arbeitskreis der Amtsvormünder in NRW dazu veranlasst, das letztmals 2013 erschienene Leistungsprofil des Amtsvormundes zu überarbeiten bzw. fortzuschreiben" heißt es im Vorwort der schon im letzten Jahr erschienenen Qualitätsstandards.
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"Das SGB VIII in Bildern" ist ein neues Buch der AGJ, das auf dem DJHT im Mai zum ersten Mal vorgestellt wurde. Auf 20 detailreichen Doppelseiten geht es in eine Kita, ins Jugendamt und auch zum Besuch einer Vormundin! Überdies zu einer Demo für Kinderrechte. Leicht verständliche Texte erklären das Gesetz und laden dazu ein, Fragen zu stellen. Das Buch wurde auf Initiative des Careleaver e. V. und der AGJ von jungen Menschen mitentwickelt. Dabei war auch Frshta Mahmoudi, studentische Mitarbeiterin im Bundesforum. Ein Making-Of-Film hat Impressionen aus dem Entstehungsprozess zusammengestellt.
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Das Buch kostet 9,50 € und ist im Buchhandel (ISBN 978-3-943847-18-5) oder im E-Shop der AGJ erhältlich.
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Die Kampagne „Mist, eine Frist!“ des Bundesnetzwerks Ombudschaft will Jugendlichen rechtliches Wissen niedrigschwellig, alltagsnah und zudem unterhaltsam vermitteln. Die (erfundenen) WhatsApp-Chats auf der Seite greifen Probleme Jugendlicher auf. Nach einem Klick auf dem Chat gibt es grundlegende Erklärungen zu Rechtsansprüchen und den Tipp, sich an eine Ombudstelle zu wenden, wenn es Probleme bei der Umsetzung gibt.
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Ombudstellen müssen zwar jetzt in den Ländern vorhanden sein, sind vielen jungen Menschen, Eltern und Pflegeeltern aber nach wie vor nicht bekannt. Das Bundesnetzwerk Ombudschaften als Dachverband der Ombudsstellen hat nun im Juni 2025 eine Übersicht über die vorhandenen Ombudstellen in den Ländern, die Anzahl der Standorte (meist landesweit nur eine, in einigen Ländern zwei oder drei und vier in Baden-Württemberg), die Träger und mehr vorgelegt. Ergänzt wird die Tabelle durch eine Übersicht über die landesrechtlichen Regelungen bzw. Gesetzentwürfe.
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Veranstaltungen
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17. bis 20. September, Gustav-Stresemann-Institut in Bonn
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Kosten: 260 Euro, 130 Euro für Mitglieder
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Veranstalter: Deutscher Familiengerichtstag
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Zum 25. Mal findet der diesjährige Deutsche Familiengerichtstag (DFGT) statt, bei dem traditionell nicht nur Jurist:innen, sondern auch deren Kooperationspartner:innen bspw. aus den Jugendämtern und der Forschung teilnehmen. Das Besondere: Der DFGT ist eine Arbeitstagung, bei der in ganztägigen Arbeitskreisen Thesen für die Weiterentwicklung der Diskussion entwickelt werden. Diesmal finden sich unter den Arbeitskreisen am Donnerstag bspw. einer zum Thema Sorgerechts-vollmachten mit Frau Prof. Dr. Birgit Hoffmann, Hochschule Mannheim und Henriette Katzenstein, Vorsitzende des Bundesforums. Am Freitag beschäftigt sich eine der Arbeitsgruppen mit Umsetzungdefiziten bei der Vormundschaftsrechtsreform mit Prof. Dr. Dürbeck, RiOLG Frankfurt am Main und zum Verhältnis von Inobhutnahme und einstweiliger Anordnung mit Dr. Alexandra Reichel, RiAG Hamburg und Anne Rakel, Amt für Jugend und Familie, Oldenburg.
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Veranstalter: Bundesarbeitsgemeinschaft der Kinderschutzzentren
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Termin: 18.-19. September 2025
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Kosten: 165 online/195 € in Präsenz in Mainz zzgl. 40€ Verpflegung
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Das Kinderschutzforum geht der Frage nach: Können wir schritthalten mit den dynamischen Entwicklungen der Lebenswelten, mit einer zunehmenden Heterogenität der sozialen Hintergründe und Wege der Persönlichkeitsentwicklung junger Menschen sowie mit neuen digitalen Problemstellungen?
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15. Kinderschutzforum in Mainz und Online
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Veranstalter: AFET und Careleaver e.V.
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Termin: 25. September 2025, online
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Kosten: 78 € | 64 € für Mitglieder
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Der Erziehungshilfeverband AFET und der Careleaver e.V. veranstalten einen gemeinsamen, digitalen Fachtag zur Umsetzung des neuen § 4a SGB VIII.
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